Kabel oder Wireless?
Obwohl die drahtlosen Netzwerkprotokolle beständig weiter entwickelt werden, sind kabelgebundene Verbindungen stets die schnellere Alternative. Dabei ist nicht nur die nominal angebene (Brutto-) Verbindungsgeschwindigkeit von Interesse, sondern die Bandbreite, die den Geräten letztendlich zur Verfügung steht.
Beispiel: Bei einer kabelgebundenen Ethernetverbindung mit einer nominalen Verbindungsgeschwindigkeit von 100MBit/s stehen je nach genutztem Netzwerkprotokoll ca. 80-90MBit/s zur Verfügung. Von einer WLAN Verbindung nach dem 802.11n Standard mit nominalen 600MBit/s bleiben nur ca. 75MBit/s übrig. Obwohl die Wireless-Verbindung auf dem Papier sechsmal schneller sein sollte, ist sie defacto langsamer.
Obwohl ein marktüblicher DSL-Anschluss mit ca. 8MBit/s nicht mal ansatzweise an die Leistungsgrenzen einer WLAN-Verbindung stößt, fühlt sich diese in der Praxis langsamer an, als eine kabelgebundene Verbindung. Dies neben der geringeren Netto-Bandbreite auch an der höheren Antwortzeit.
Fazit: Wo es möglich ist, und kaum Einschränkungen nach sich zieht, sollte eine kabelgebundene Netzwerkverbindung eingesetzt werden. Liegt das vorrangige Motiv eine WLAN-Verbidnung einzusetzen darin, den Aufwand einer Kabelverbindung einzusparen, so wird dies langfristig von Nachteil sein. Bei Einsatz eines Notebooks hingegen ginge bei Einsatz einer kabelgebundenen Lösung ein Großteil der Mobilität abhanden, sodass hier eher eine WLAN-Verbindung in Frage käme.
